Produktivitaetstheorie

Produktivitätstheorie

In Allgemein, Für Freelancer von Christian Arns0 Comments

Immer wieder heißt es, dass wir unsere Produktivität steigern wollen – Wir nennen es die „Produktivitätstheorie“. Die Welt verändert sich schnell und das Thema Digitalisierung wird immer wichtiger. Aber worum geht es denn eigentlich, wenn man seine Produktivität steigern möchte? Laut Wikipedia heißt es: „Produktivität ist eine wirtschaftswissenschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis zwischen produzierten Gütern/Dienstleistungen und den dafür benötigten Produktionsfaktoren beschreibt.“ – In der Digitalen Welt heißt es genau das. Wir wollen mehr Artikel in der gleichen Zeit veröffentlichen. Oder wollen wir mehr Produkte in einem Online Shop verkaufen, obwohl wir die gleiche Zeit aufwänden wollen. Es geht also erstmal darum, das zu definieren, was du verbessern möchtest.

Definiere deine Ziele der Produktivitätstheorie

Welche Arbeit möchte ich steigern? Ich persönlich verwende ein Whiteboard für anstehende Aufgabe. Ähnlich wie ein Whiteboard, verwenden viele auch Apps oder klassische Notizbücher. Egal für was du dich entscheidest oder schon entschieden hast, es geht immer darum, seine Aufgaben aufzulisten und nach Wichtigkeit zu sortieren. Um wirklich produktiv zu arbeiten, sollte man immer nur eine Aufgabe abarbeiten. Das ist den meisten Menschen klar, aber trotzdem finden wir immer wieder Ablenkungen von der eigentlichen Arbeit. Ich habe mir angewöhnt Aufgaben noch in Teilaufgaben zu unterteilen. Steht zum Beispiel ein Webseiten Projekt an, mache ich mir einen Zeitplan für Konzeption, Design und Entwicklung. Jeder dieser Bereiche hat nochmal 1-3 Unteraufgaben, welche ich ebenfalls in einer Liste aufführe. So baust du dir eine Liste, welche du nach jeder Aufgabe abhaken kannst –  dadurch siehst du direkt den Erfolg.

Zeitfresser Facebook, Twitter und Co. 

Täglich nutzen wir mehrere Stunden am Tag soziale Netzwerke und verschwenden dabei wertvolle Zeit. Natürlich muss man dabei abgrenzen, ob wir es beruflich oder privat nutzen. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich Facebook offen hatte und bei Benachrichtigungen direkt auf den Tab klicke und nachschaue, wer was macht. Das muss so viel wie möglich reduziert werden. Wie schon in meinem Beitrag „Informationsdiät“ beschriebe, sollte man bei der Informationsüberflutung das richtige Boot dabei haben. Damit meine ich, dass wir nur die wichtigen Informationen aufsaugen sollten. Gefällt mir Angaben, Markierungen auf Beiträgen usw. sind Dinge, die man in seiner Freizeit anschauen sollte. Wir scrollen mehrmals am Tag unsere Timeline runter und wieder hoch… Auf der Suche nach Neuigkeiten! So viel wie uns eigentlich erreichen sollte sehen wir garnicht, da Facebook viele Beitrage nicht allen Nutzern zeigt, die beispielsweise eine Fanpage geliked haben. Hat man beispielsweise 1000 Fans auf seiner Fanpage, erreicht man nur einen Bruchteil davon. Anderes Thema… In meiner Informationsdiät habe ich fünf Monate nur einmal am Tag auf mein Handy geschaut. Also Facebook Neuigkeiten, WhatsApp Nachrichten, Instagram Bilder usw. aufgenommen und verarbeitet. Ich muss dazu sagen, dass ich genauso viel mitbekommen habe, wie alle anderen.

Hilf dir selber – Dreh dein Handy um!

Innerlich habe ich immer wieder das Verlangen mich ablenken zu lassen. Auch wenn ich eine Aufgabe noch so dringlich fertigstellen will, kommt trotzdem immer wieder eine Stimme von Innen, die mich ablenkt. Mal hier Facebook, mal da kurz Instagram, dann sehe ich da ein Video, klicke auf einen Link – man kennt es! Auch wenn ich meine Push-Benachrichtigungen deaktiviert habe, kommt es trotzdem immer wieder vor, dass ich mich an etwas erinnere und Angst davor habe es zu vergessen. Wenn diese Idee oder Aufgabe, an die ich mich erinnere, sooo wichtig ist, wie ich es in diesem Moment denke, werde ich mich zu einem anderen Zeitpunkt nochmal daran erinnern. Ist diese Aufgabe nicht so wichtig, vergesse ich diese auch wieder. Ich muss also nicht in dem Moment, an dem ich an der ersten Aufgabe bin, unbedingt die neue Idee oder Aufgabe aufschreiben. Das Risiko abgelenkt zu werden, ist einfach zu hoch.

Zeitplan – Setz dir Ziele

Will ich z.B. einen Artikel fertigstellen, verzichte ich bis zur Veröffentlichung auf Essen. Das hört sich zu Anfang sehr drastisch an – hilft mir aber enorm. Neben diesen drastischen Maßnahmen für eine erfolgreiche Produktivitätstheorie lasse ich mir auch von einer entspannten Stimme im Hintergrund helfen. Damit meine ich Podcasts. Dies hört sich nach einem Widerspruch an – Keine Ablenkungen durch Facebook und co., aber nebenher Podcasts hören? Das macht keinen Sinn. Zu anfangs war ich der selben Meinung, habe mich aber eines besseren belehrt. Dadurch, dass ich den Podcast sehr leise höre, geht es nicht unbedingt um den Inhalt, sondern um die Hintergrundstimmen. In dem Moment erinnere ich mich an folgende Idee / Aufgabe für diesen Beitrag, die ich vor einigen Wochen hatte. Ähnlich wie bei Podcasts, ist mir aufgefallen, dass ich in der Vorlesung ebenfalls unheimlich produktiv bin. Es kommt immer mal wieder vor, dass du die Inhalte der Vorlesung schon einmal gehört hast oder einfach klassisch keine Lust drauf hast – Ich habe das zu meinem Vorteil genutzt. Genau aus diesem Grund bin ich auch auf Podcasts gekommen.

Was passiert nach den Aufgaben

Wie fange ich neue Aufgaben an? Um die Motivation für neue Aufgaben hoch zu halten, nutze ich Belohnungen. Ich gebe mir innerlich das Gefühl, dass ich etwas geschafft habe. Deshalb werde ich jetzt auch nach diesem Artikel etwas essen – #hunger. Aber bevor ich diesen Beitrag für eine optimale Produktivitätstheorie beende, möchte ich noch eine Methode für meine Motivation zeigen.

Mentoren

Jeder braucht Menschen, die einen motivieren. Dabei ist die Branche völlig egal! Ich beschäftige mich Hauptteils mit Marketing aber informiere mich genauso in Bereichen wie Fotografie, Videoproduktion, Personal Training oder Motivation etc., weil ich mich dort mit ein bestimmter Charakter identifizieren kann. Also suche dir deine Mentoren nicht unbedingt in der Branche aus, in der du gut bist, sondern in den Bereichen die dir vielleicht nicht so liegen. Dabei lernst du in anderen Bereichen neue Dinge dazu und beschäftigst dich nicht durchgehend mit den selben Themen. Dein Hobby ist Football? Warum kein Mentor, der in der NFL gespielt hat und jetzt in anderen Bereichen tätig ist! Alle erfolgreichen Unternehmer haben mal klein angefangen und irgendwo Dinge abgeschaut. Egal ob es Bill Gates ist, der ein Praktikum bei Apple gemacht hat oder Elon Musk der mit 17 seine Heimat Südafrika verlässt um in den USA zu arbeiten und später zu studieren. Alle erfolgreichen Menschen in der Welt haben eine Geschichte, mit der du dich eventuell identifizieren kannst. Ich halte Essen für Zeitverschwendung, da ich die Zeit besser nutzen kann. Elon Musk ist der selben Meinung und schreibt das in seinem Buch. Auch wenn ich keine Leseratte bin, hat mich der Spruch überzeugt und ich kann mich damit identifizieren.

Meine persönliche Auswahl:

Gary Vaynerchuk (Unternehmer)
Tim Ferris (Unternehmer)
Devin Graham (Videoproduzent)
Casey Neistat (Unternehmer + Youtube)
Benjamin Jaworskyj (Fotograf)
Omar Zenhom (iTunes Podcast)

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