Kamera Begriffe

Kamera Begriffe

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Als Onlinemedianer und Digital Nativ stoßt du früher oder später bei Projekten im Bereich Video oder Foto auf Kamera Begriffe. Dabei handelt es sich um ISO, Blende, Brennweite, Framerate oder Shutter. Alle diese Kamera Begriffe arbeiten miteinander und sind unterschiedlich einzusetzen. Im folgenden werden die Unterschiede und Nutzungssituationen gezeigt. Welche Einstellungen an deiner Kamera macht was?

ISO – Lichtempfindlichkeit

Der ISO Wert ist die Lichtempfindlichkeit des Sensors der Kamera. ISO ist die Abkürzung für International Organisation for Standardisation. Um so höher der ISO Wert, desto heller wird das Bild. Der Wert bei Tageslicht liegt meistens bei 200. Dieser Wert wird je nach Lichtverhältnis und Dunkelheit angepasst. Abhängig von der Kamera (bzw. dem Sensor) können bei Consumer Kameras Werte von bis zu 200.000 eingestellt werden. Hierbei ist zu beachten, dass sich das Rauschverhalten bei hohen Werten extrem verschlechtert.

Brennweite – verschiedene Objektive

Die Aufnahme mit verschiedenen Winkel, ist durch die unterschiedlichen Brennweiten möglich. Wird auch gerne als Zoom bezeichnet. Es werden Brennweiten in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Entweder Festbrennweiten oder Zoom Objektive. Der Unterschied liegt darin, dass bei Festbrennweiten die Blenden meist niedriger sind, wohingegen die Zoom Objektive den Vorteil der Flexibilität haben. Je nach Einsatzgebiet wird das Objektiv ständig gewechselt, um unterschiedliche „Looks“ zu zeigen. Bei der Auswahl deines Kamera Equipments, sind die Objektive einer der wichtigsten Kriterien.

Blende – Fokus

Die Blende gehört weniger zur Kamera, sondern mehr zu den dazugehörigen Objektiven. Abhängig von Qualität und Preis von Objektiven sind unterschiedliche Blendengrößen möglich. Die Blende regelt, wie weit das Objektiv geöffnet wird. Je weiter das Objektiv geöffnet ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor der Kamera. Das bedeutet in der Praxis, dass bei größerer Öffnung im Hintergrund ein deutlicheres Bokeh zu erkennen ist. Abhängig von der Öffnung der Blende, wird die Belichtungszeit angepasst. Je größer die Blende (z.B. f20), umso kürzer ist die Belichtungszeit (Shutter).

Belichtungszeit (Shutter) – Flackern im Bild

Bei vielen Kameras kann die Belichtungszeit automatisch mit der Blende eingestellt werden. Gerne wird das verwendet, um sich auf Tiefenschärfe und Bildausschnitt zu konzentrieren. Doch dies ist beim Filmen nur mit Vorsicht zu genießen. Wie der Name schon sagt, gibt der Shutter den Zeitraum an, in dem das Licht durch die Blende auf den Sensor trifft. Wird die Belichtungszeit erhöht, wird das Bild heller. Doch wenn wir jetzt Kunstlicht am Set haben, können wir nur mit einem Shutter von 50 arbeiten. Dies hat mit dem Wechselstrom von Lampen zutun. Liegen wir höher oder tiefer, bekommen wir ein Flackern im Bild, welches wir mit der Belichtungszeit verhindern können.

Framerates

Eine der Kamera Begriffe, die nur für Video benötigt werden. Die Framerate gibt die Frames per Second (fps) an. Je nach Format, wird diese zwischen 24,25 oder 30 fps ausgespielt. Bei Kinofilme liegt diese meist bei 24 und bei Fernsehen eher bei 25. Dies hat sich mit der Zeit entwickelt und wurde beim Web ebenfalls übernommen. Als Mindestframerate gilt aber 23,976, da drunter ein Flackern vom Auge wahrgenommen wird. In alten Spielfilmen wird dieses Flackern klar. Ebenfalls wird für Slowmotion Aufnahmen eine sehr hohe Framerate genutzt. Diese kann von 50fps bis hin zu 1000fps oder höher gehen. Im Schnittprogramm werden diese dann verlangsamt und wieder auf 24 oder 25fps gerendert.

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