Erfolgsmodelle im Einzelhandel

Erfolgsmodelle im Einzelhandel

In Marketing von Christian Arns1 Comment

Die verschiedene Erfolgsmodelle im Einzelhandel bringen verschiedene Vorteile mit sich, welche gerne im E-Commerce adoptiert werden. In Betrachtung auf die eigene Konkurrenz, ist es wichtig zu wissen, welches Erfolgsmodell man anstrebt. Hierfür habe ich alle Modelle aufgeführt.

Discounter

Bezogen auf den Einzelhandel, haben die Discounter einen Marktanteil von 33%. Je nach Warengruppe, wie z.B. „Lebensmittel“, gibt es zeitweise auch einen Anteil von 50%. Trotzdem haben alle Branchen, die gleichen Erfolgsfaktoren. Die da wären: „konsequente Leistungsvereinfachung, Kostenführerschaft, Preisführerschaft, Aktionsführerschaft“.

Leistungsvereinfachung bedeutet, dass durch laufende Aktionen der Preis immer sehr günstig ist und dadurch das Preis/Leistungsverhältnis extrem gut ist. Die Kostenführerschaft besagt, dass man im Wirtschaftsprozess sehr geringe Kosten hat. Die geschieht meistens durch die „Just-in-Time“ Anlieferung. Dadurch wird die Lagerkapazität minimiert und die Kosten bleiben dadurch sehr gering. Basierend auf der Kostenführerschaft, bleibt der Preis der Produkte ebenfalls sehr gering, weshalb die Discounter auch die Preisführerschaft für sich gewinnen. Zuletzt setzen sie auf die Aktionsführerschaft. Wie der Name schon sagt, werden regelmäßig Aktionen in den Filialen angeboten. Mittlerweile immer mehr durch Marken, welche die Kunden noch mehr anziehen soll. Beispiele für Discounter wären: „Aldi, Lidl“ oder in der Kleidungsbranche „Primark und Kik“.

Vertikalen

Mit dem Leitspruch „Wer nicht vertikalisiert, verliert!“, sind die Vertikalen in dem was sie anbieten, sehr erfolgreich. Sie führen die ganze Wertschöpfungskette von „Kreation, Produktion und Vertrieb in eigener Regie. Dabei schaffen sie sich eine eigene Vertriebsmarke. Das Erfolgsprinzip ist sehr schnelllebig, ganzheitlich integriert und hat ein flexibles Konzept. Mit dem saisonalem Programm, welches meist eine Laufzeit von 2-4 Monaten hat, ist eine schnelle Adoption von beispielsweise Modetrends möglich. Dadurch haben die Vertikalen eine hohe Aktualität und ein großes Erlebnis. Außerdem können dadurch so genannte „Fast Fashion“ Kunden bedient werden. Zudem handeln Vertikale nach dem sogenannten „Buy what you sell“-Prinzip. D.h. sie kaufen zielgruppengerecht ein, was ihre Kunden wollen und verlassen sich nicht darauf, dass sich schon Käufer für das finden was sie schon eingekauft haben. Beispiele für Vertikale wären: H&M und C&A. Mit einem Umsatz von weltweit 20 Mrd. € ist H&M auf Platz 2 nach Inditex.

Category Killer

Sie sind durch Welt-Stil-Kollektionen wegen ihrer Angebotskompetenz und durch das Erlebniskaufhaus sehr erfolgreich.Außerdem gibt es noch ein weiteres Erfolgselement. Der sogenannte „IKEA – Effekt“. Darunter wird verstanden, dass der Kunde mit dem Ziel in den Laden kommt nur ein Produkt zu kaufen. Durch die Struktur des Kaufhauses, wird er aber mit mehr als einem Produkt aus dem Laden kommen. Außerdem kommt dazu, dass es als Erlebniskaufhaus aufgebaut ist. Man kann durch die Gastronomie und ein Kinderparadies den kompletten Tag in diesen Kaufhäusern verbringen. Außerdem wirbt IKEA mit einem Katalog, der ein ganzjähriges Schaufenster mit einer hohen Angebotskompetenz ist. Die bekanntesten Category-Killer sind IKEA (Wohnen/Möbel) und die Media-Saturn Holding (Unterhaltungselektronik). Es könnten an dieser Stelle aber auch noch Douglas (Parfumerie) und Deichmann (Schuhe) erwähnt werden.

Shopping Center

Seit über 50 Jahren in Deutschland, sind die Shopping Center ein Zusammenschluss verschiedener Erfolgsmodelle im Einzelhandel. Sie stellen  die Zusammenfassung der besten stationären Vertriebsformen des Einzelhandels Discounter, Category-Killer, Vertikale sowie der jeweils Besten einer bestimmten Handelsform bzw. einer bestimmten Warengruppe unter einem Dach dar. Durch diese Branchenvielfalt, erreichen sie ihren Erfolg. Gerade diese Vielfalt wirkt sehr verkaufsfördernt durch die gezielte Kombination der Anbietern. Mit fast 500 Shopping Centern in Deutschland, ist die ECE mit 200 Häusern Marktführer. Mit dem gleichen Umsatz wie der Distanzhandel, erreichen die Shopping Center in Deutschland 54 Mrd € im Jahr.

Erfolgsmodelle im Einzelhandel

Basierend darauf, gehe ich nächste Woche auf den Online Handel der verschiedenen Erfolgsmodelle im Einzelhandel ein. Wie kann man im Internet erfolgreich wirtschaften, ohne viel Geld auszugeben und gleichzeitig den Offline Handel vorantreiben.

 

Kommentare

  1. Author

    Ich werde nächste Woche über das Thema „E-Commerce im Multichannel“ schreiben. So möchte ich zeigen, für welches Erfolgsmodell man sich entscheiden sollte um auch im Internet erfolgreich zu werden. Mehr dazu dann nächste Woche =)

    Viele Dank für deine Aufmerksamkeit

    Christian Arns

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